Jimdo‑ifo Geschäftsklimaindex: Stimmung steigt – Unsicherheit bleibt

Der Jimdo‑ifo Geschäftsklimaindex zeigt im Februar 2026 eine leichte Verbesserung der Stimmung unter Selbstständigen – doch die Lage bleibt angespannt.

Das Geschäftsklima stieg von -21,5 auf -16,5 Punkte, weil Selbstständige ihre Erwartungen weniger pessimistisch einschätzen und die aktuelle Situation seltener negativ bewerten.

Geschäftsklimaindex: Frühjahrszuversicht ohne echte Trendwende

Eine Vielzahl an Selbstständigen schöpfen im Frühjahr traditionell etwas mehr Hoffnung – das bestätigt auch die ifo‑Expertin Katrin Demmelhuber. Sie betont jedoch, dass sich aus diesem Anstieg keine nachhaltige Erholung ableiten lasse.

Die ifo-Daten zeigen im Detail:

  • Die Erwartungen legten um 6,6 Punkte auf -15,1 zu.
  • Die aktuelle Geschäftslage verbesserte sich um 3,5 Punkte auf -17,8.

Dienstleistungen, Einzelhandel, Architektur‑ und Ingenieurbüros sowie der kreative Bereich bewerteten ihre Lage am positivsten.

Diese Sektoren sind auch in Mecklenburg‑Vorpommern stark vertreten – ein relevanter Hinweis für die regionale Gründer‑Community.

Geschäftsklima, Lagebeurteilung und Geschäftserwartungen der Selbstständigen steigen im Februar 2026 leicht an, liegen jedoch weiterhin unter null und zeigen anhaltende Unsicherheit.
Quelle: ifo Konjunkturumfragen, Februar 2026.

Geschäftsklimaindex zeigt: Hohe Unsicherheit belastet Selbstständige weiter

Trotz der leichten Verbesserung bleibt die Stimmung fragil. Rund 32 Prozent der Soloselbstständigen berichten, dass sie ihre künftige Geschäftsentwicklung kaum einschätzen können.

Die Hauptgründe:

  • hohe Betriebskosten und Abgaben
  • schwache Nachfrage
  • eine instabile Auftragslage
  • fehlende Planungssicherheit

Matthias Henze, CEO von Jimdo, betont, dass alle Indikatoren weiterhin im negativen Bereich liegen, obwohl der Februar traditionell ein leichtes Stimmungsplus bringe.

Weitere Hintergründe liefert auch das ifo‑Institut selbst:
ifo: Stimmung der Selbstständigen im Februar 2026

Was bedeutet das für Gründer*innen in Mecklenburg‑Vorpommern?

Für Gründerinnen und Gründer in MV ergeben sich daraus drei zentrale Erkenntnisse:

  1. Vorsichtiger Optimismus ist möglich – aber Risiken bleiben hoch.
    Das leichte Plus beim Geschäftsklima ist ein positives Signal, doch die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit bleibt ein Faktor, der Gründungen bremst.
  2. Frühjahr bietet Chancen für neue Projekte.
    Traditionell starten jetzt Budgets neu, Investitionen werden freigegeben und Kund*innen sind ansprechbarer.
  3. Planung bleibt anspruchsvoll.
    Wer gründet oder ein Unternehmen führt, braucht flexible Businesspläne, regelmäßige Liquiditätschecks und agile Angebote.

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Titelbild: erst. v. VTM

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